Jubiläum: 50(!) Ausgabe von „pflegen: Demenz“ erschienen!

 

Liebe Leute,

im März 2019 ist die 50 (!) Ausgabe meiner Zeitschrift „pflegen: Demenz“ beim @friedrich-verlag erschienen … – ein Jubiläum!  Wer hätte das gedacht? In der Tat bin ich ein wenig stolz darauf …. – sogar ein bißchen mehr als „ein wenig“ …

Also: ich poste hier das Editorial zur Jubiläumsausgabe …

… – bleiben sie dem Friedrich-Verlag und mir gewogen … wir haben noch viel mit Ihnen  vor …

Ihr Detlef Rüsing

Editorial zur 50 Ausgabe von „pflegen: Demenz“  

Thema Agitiertes Verhalten

Liebe Leserinnen und Leser,

in Ihren Händen halten Sie die 50 (!!) Ausgabe der Fachzeitschrift „pflegen: Demenz“. Wer hätte das gedacht? Als ich 2006 einen Verlag für meine Idee einer Fachzeitschrift für die professionelle Pflege von Menschen mit Demenz gesucht habe – glauben Sie mir -, gab es mehr als eine angesprochene Person, die mir sagte: „Eine Zeitschrift nur für die Pflege Demenzerkrankter? Da gehen Ihnen doch nach ein paar Ausgaben die Themen aus!“

Nun ja, was soll ich sagen?! Die Themen sind uns natürlich nicht ausgegangen und es ist sicher, dies ist auch in Zukunft nicht der Fall! Dazu ist die Pflege und Betreuung von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu facettenreich, zu herausfordernd und zugleich zu befriedigend! Und zu ungeheuerlich ist bisweilen die mangelnde Wertschätzung hochqualifizierter Arbeit in diesem Bereich seitens Gesellschaft und Politik, als dass wir uns still zurückziehen könnten oder dies gar wollten. Pflegen: Demenz ist und bleibt weiterhin „hoffnungslos parteiisch für Menschen mit Demenz und die Pflegenden“.

Zur 50. Ausgabe von „pflegen: Demenz“ haben wir uns einige Veränderungen unser Zeitschrift überlegt, die Ihnen – so glaube ich – gefallen werden.

 

Acht zusätzliche Seiten für die häusliche Pflege und Betreuung

Zunächst einmal wird „pflegen: Demenz“ ab dieser Ausgabe acht zusätzliche Seiten haben, die im Speziellen der Pflege und Betreuung Demenzerkrankter im nicht-stationären Umfeld gewidmet sind. Dieser Teil der Betreuung und Pflege von Menschen mit einer Demenz ist neben der (teil)stationären Versorgung von besonderer Bedeutung und soll in Zukunft in unserer Zeitschrift stärker berücksichtigt werden, ohne aber die anderen wichtigen Themen dafür zu beschneiden … – darum zusätzliche Seiten. Über Anregungen und Themenvorschläge speziell zur häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz Ihrerseits an mich würde ich mich sehr freuen (ruesing@friedrich-verlag.de).

Eine zweite Neuerung begrüße ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Traurig bin ich darüber, dass ab dieser Ausgabe unsere Serie „Demenz in der Kunst“ welche seit der ersten Ausgabe im Oktober 2006 von dem in Österreich lebenden Kulturwissenschaftler, Kunsthistoriker und Kurator Magister Hartwig Knack betreut und geschrieben wurde, endet. Ich bin ihm wirklich von Herzen dankbar und ich kann sagen, dass ich eine Menge gelernt und ich mich jedes Mal auf einen neuen Artikel von ihm gefreut habe. Danke nochmals für die tolle Zusammenarbeit auch im Namen des Verlages! Neben der Trauer über das, was geht, freue ich mich umso mehr über das, was kommen wird. Die Serie „Demenz in der Kunst“ wird im Jahr 2019 durch gleich zwei neue Serien ersetzt:

Dr. Beate Radzey, Beiratsmitglied von „pflegen: Demenz“ schreibt vier Ausgaben der neuen Serie „Mythen in der Pflege“. Wir räumen mit Mythen und/oder Annahmen auf, von den viele überzeugt sind. Lassen Sie sich überraschen … – es wird spannend und zum Teil wirklich witzig oder gar absurd. Für die zweite neue Serie kommt eine Heerschaar an Autorinnen und Autoren in Frage: nämlich SIE! Wir alle wissen, dass es eben nicht egal ist, wo, mit wem, unter welchen Bedingungen und in welchem Lebensabschnitt ich in der Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung arbeite. Der Titel der Serie lautet: „Mein Platz in der Pflege Demenzerkrankter“. Ich möchte von Ihnen wissen: Wie sind Sie an „Ihrem“ Platz gelandet? Wie haben Sie gemerkt, dass sie dort, wo sie nun arbeiten, goldrichtig sind? Welchen Weg haben Sie bis dahin zurückgelegt? Haben Sie vielleicht vorher etwas ganz Anderes gemacht? Ich bin gespannt! Schreiben Sie mir, wenn Sie Lust haben, in kurzer Form Ihre Geschichte zu erzählen (ruesing@friedrich-verlag.de).

Zu diesen Änderungen kommt noch, dass wir das Layout von „pflegen: Demenz“ ein wenig verändert haben … – aber natürlich nicht zuviel! Ach ja … – und auf vielfachen Wunsch haben wir die Serie „Recht in der Pflege“ des Fachanwaltes für Arbeits- und Sozialrecht Ulrich Rüsing (der im Übrigen mein Bruder ist 🙂 ) auch um ein weiteres Jahr verlängert. Na, das kann sich doch wohl alles sehen lassen. Und unsere Abonnenten können Ihre Ausgabe ab sofort auch digital/onliner lesen (dazu siehe …)

Alles in allem kann man die Weiterentwicklung von „pflegen: Demenz“ mit einem Album- und Songtitel Herbert Grönemeyers zusammenfassen:

Bleibt alles anders!

Nun aber zum Inhalt der 50. Ausgabe von „pflegen: Demenz“: In dieser Ausgabe geht es um das Thema „Agitation“ bei Menschen mit einer Demenz. Agitation kann sich sehr unterschiedlich äußern und die Gründe für ebensolches Verhalten sind mal offensichtlich und ein anderes Mal schwer oder gar nicht zu begreifen. So oder so müssen sowohl die Betroffenen als auch wir als Pflegende und Betreuende damit umgehen. Und das ist es nicht einfach! Wichtig zu verstehen ist aber – im Grunde wie immer – die Wechselwirkung zwischen Betreuenden und Menschen mit einer Demenzerkrankung. Oftmals wird das Verhalten Demenzerkrankter – auch bei agitiertem Verhalten – verständlicher dadurch, dass ich sowohl mein eigenes Verhalten als Pflegender als auch die Auswirkung des Milieus, indem Betroffene leben, reflektiere und überdenke. Neben der >Idee des Verstehens von Verhalten geht „pflegen: Demenz“ auch in dieser Ausgabe wieder der Frage nach, wie Pflegende in der Praxis bei schwierigen, belastenden Verhaltensweisen handeln können oder noch besser nach Möglichkeit präventiv agieren können. Auch hier freue ich mich, für unsere Jubiläumsausgabe etwas Besonderes realisiert zu haben!

Ich bin richtig stolz darauf, dass es gelungen ist, gemeinsam mit Gudrun Schaade – der Grand Dame der Ergotherapie – eine DVD mit Übungen zu erstellen, mit deren Hilfe Pflegende ergotherapeutisch entwickelte Maßnahmen erlernen und individuell anwenden können. Wir können in der Pflege so viel von der Ergotherapie, der Logopädie, der Heilpädagogik und anderen Disziplinen lernen und müssen das Rad nicht immer neu erfinden. Wie müssen nur miteinander sprechen …

Also, auf die nächsten 50 Ausgaben … – wir vom Friedrich Verlag sind noch lange nicht müde …

Wie immer viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr

Detlef Rüsing

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